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B.I.T. Online
Nr. 4 2002
www.b-i-t-online.de
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Web-Adressbuch für Deutschland
Heute bedeutet es eigentlich, Eulen nach Athen zu tragen, wenn man sich
anschickt, eine Neuauflage des bekannten Web-Adressbuches rezensieren zu
wollen. Inzwischen hat dieser Führer durch den Dschungel der Web-Seiten
zahlreiche Bestsellerlisten erklommen und ist zu einem Begriff unter den
Surfern geworden, besonders unter denen, die sich von der unqualifizierten
Ergebnisfülle der Suchmaschinen frustriert fühlen, oder besser gesagt,
frustriert fühlen müssen, weil der qualifizierte und professionelle Umgang
mit ihnen doch nicht so ganz einfach ist eben wie mit einem Buch.
So hatten wir in unserer ersten Besprechung in dieser Zeitschrift (2000,
S.378) auch bezweifelt, ob es wohl sinnvoll sei, aktuelle Internet-Seiten
ausgerechnet mit Hilfe eines Buches zu suchen, das doch schon überholt sein
muss, wenn es auf den Markt gelang? Aber die Praxis hat eben das Gegenteil
gezeigt!
Die schnelle Folge der Neuauflagen, die gründliche Überarbeitung, die
sorgfältige Auswahl und die fachgerechte Kommentierung der ausgewählten
Web-Seiten hat das Buch zu einer Hilfe für Viele gemacht: Berufstätige und
Studenten, Fachleute und Laien, Wissenschaftler u.a. ziehen es gerne zu
Rate, gleichsam als Suchmaschinen-Alternative.
So wird es auch weiter mit dieser gerade erschienenen 6.Auflage für 2003
geschehen. Wiederum sind 6.000 wichtige Internet-Adressen ausgewählt, wobei
2.000 gegenüber der letzten Ausgabe ausgetauscht wurden. In 21 Rubriken und
ca. 1.600 Unterabteilungen sachlich gegliedert wird das Nachschlagewerk noch
durch ein alphabetisches Sachregister von ca. 2.500 Eintragungen
erschlossen. Der Seitenumfang hat sich um mehr als 10 Prozent erhöht, vor
allem durch halbseitige Screenshots.
So wird und sollte dieser beliebte Web-Führer in jeder Öffentlichen
Bibliothek seinen Stammplatz haben, aber auch in Wissenschaftlichen
Bibliotheken - und ginge es dort nur darum, das angebotene kostenfreie
Internet-Surfen gezielter, kürzer und damit kostengünstiger zu gestalten.
Nach wie vor hindert das hohe und infolge des schweren Kunstdruckpapiers
stetig zunehmende Gewicht des Handbuches seine leichte Handhabung. Hier
wäre, vor allem bei jährlicher Neuerscheinung, ein leichteres Papier
ausreichend und hilfreich. |