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Tagblatt.de
vom 11.10.2002
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Wissen, wo was steht
Mit dem Buch auf Parkplatzsuche im Internet
Man braucht nicht alles zu wissen - man sollte aber wissen, wo etwas zu
finden ist. Wie im richtigen Leben, so auch im Internet. Dort liefern die
Suchmaschinen auf eine Anfrage tausende von "Treffern". Bis man sich da
durchgeklickt hat, ist die Sehnenscheidentzündung nicht weit. Ausgerechnet
ein Buch schafft Abhilfe.
So sollten Surfer/innen ganz schnell offline gehen und das Buch befragen.
Das "Web-Adressbuch für Deutschland 2003", mittlerweile in sechster
aktualisierter Auflage und durch Info- und Servicedienste erweitert, geriert
sich als Reiseführer durch das deutschsprachige Netz.
Übersichtlich geordnet präsentieren sich die "6.000 wichtigsten deutschen
Internet-Adressen" in Kapiteln wie "Arbeit und Beruf", "Einkaufen", "Essen
und Trinken", "Freizeit und Hobby", "Geld und Finanzen", "Internet und
Computer", "Kunst und Kultur" oder "Wirtschaft".
Insgesamt hat Herausgeber Mathias Weber 21 Kapitel zu 1.000 Themenbereichen
zusammengestellt. Wer es eilig hat, kann im Index unter 2.000 Stichwörtern
gezielt nach den gewünschten Adressen suchen. Da kann es durchaus passieren,
dass der Leser auf Themen - und damit Web-Seiten - stößt, an die er noch gar
nicht gedacht hatte.
Für Surfer/innen, denen komplizierte Anfragen bei den Suchmaschinen zu
aufwändig und langwierig sind, oder für User, die sich nicht über tote Links
ärgern wollen (sogar "Google" soll laut der Zeitschrift "Internet World"
mittlerweile zehn Prozent tote Links liefern), sei das Suchen und Schmökern
nicht nur an nass-kalten Herbst- oder eisigen Winterabenden empfohlen.
Durch die redaktionelle Bearbeitung der "wichtigsten deutschen
Internet-Adressen" und dem ständigen Kontakt zu den Web-Mastern der
einzelnen Seiten (stets wird vor der Veröffentlichung der "Netz-Meister"
angerufen) erreicht das Web-Adressbuch eine sichere Trefferquote.
Die überarbeitete sechste Auflage hat auch in diesem Jahr wieder einige
Neuerungen aufgenommen. So wurden 2.000 der insgesamt 6.000 Adressen
ausgetauscht. Das neue Kapitel "Info- und Servicedienste" sorgt etwa für den
Weckdienst, die Baustellenauskunft oder sogar für einen Parkplatz. Wer so
bei "www.parkinfo.com vorbeischaut, kann sich auf einen Blick alle
Parkplätze in vielen deutschen Städten sowie die Gebühren anzeigen lassen.
Reutlingen ist "drin", Tübingen ist (noch) nicht aufgenommen.
Fazit: Dieser Internet-Guide ist eine Fundgrube, die das Finden im Web
wesentlich erleichtert und außerdem noch Geld spart. Wahrscheinlich ist die
Ausgabe für den Web-Führer durch die gesparten Online-Kosten schnell wieder
hereingeholt. |